bootcut Jeans, Stretch Jeans, Straight Jeans

Wir verfolgen in Deutschland ein anderes Konzept. Wenn der Händler nicht bereit ist, dem Kunden die gesamte Palette an Damenjeans anzubieten, sonst verzichten wir auf ihn. Man kann ja auch bei Jil Sander kein Kleid kaufen, sondern nur eine ganze Kollektion. Wir geben dem Händler aber eine Hilfe, differenzieren die Damenjeans mit optischen Mitteln und liefern Bilder und Poster, und wer da mitmacht, bekommt kostenlosen Zusatzservice. Wir stellen ihm alle drei Monate eine neue Dekoration ins Fenster, liefern eine Zeitung, schulen die Verkäufer, usw. Früher war es doch so: Da kam ein Mann in den Laden und sagte, ich möchte gern eine Bootcut-Jeans, aber ich bin schon fünfunddreißig. Und der Händler antwortete: Bootcut-Jeans passt nicht mehr. Dieses Problem mussten wir überwinden, und wir haben es getan, indem wir die Geschäftsbedingungen geändert haben. Jetzt muss jeder unserer Kunden die 3 Grundfits (Bootcut Jeans, Stretch Jeans und Straight Jeans) im Markt führen. Nur so ist der Händler in der Lage die Jeans-Kunden wirklich zu bedienen. Dies wurde vom Kartellamt geprüft und auch genehmigt. Und das hat uns einen riesigen Schritt nach vorn gebracht. Aber es ist richtig, die Breite des Angebots muss dem Kunden auch verdeutlicht werden, und das kann nur durch den Handel geschehen. Beim Verkaufsgespräch, aber auch durch Aufsteller und Poster. Viele glauben nicht, dass so ein dummes Poster mehr Absatz bringt, aber es ist tatsächlich so. Der Kunde steht in der Umkleidekabine und sieht, he, da gibt es ja noch andere Stretch-Jeans, die Verkäuferin hat mir die falsche gegeben. Dann geht der Kunde auf die Verkäuferin zu. Oder die Verkäuferin weist ihn auf die anderen Straight-Jeans hin. Wir haben da wirklich was in Gang gebracht. Andere Firmen haben unsere Idee bereits kopiert, und auch die Amerikaner interessieren sich dafür.