Damenmantel und Herrenmantel

Es lohnt sich, etwas mehr Geld für einen Mantel auszugeben, da man ihn in der Regel über mehrere Jahre trägt. Auf einen supermodischen Schnitt, den man bereits in der nächsten Saison nicht mehr leiden mag, sollte man deshalb besser verzichten. Auch Uni-Modelle in den klassischen Farben wie Blau, Schwarz oder Braun sind aus dem gleichen Grund empfehlenswerter als auffällig gemusterte Modetöne. Ein Mantel muß so weit geschnitten sein, daß auch ein Kostüm oder Hosenanzug noch genügend Platz darunter findet. Erscheint er Ihnen um die Schultern herum als zu weit, sollten Sie das mit zusätzlichen Schulterpolstern ausgleichen. Wirkt er zu flächig, legen Sie einen Schal unter die hochgeschlagenen Revers oder drapieren ihn dekorativ um die Schultern. Das zieht den Blick an.

Nie aus der Mode kommt der klassische Blazermantel in gerader Form mit eckigen Schultern und langgezogenem Revers. Die modischere Variante ist insgesamt weiter geschnitten, hat einen Schlitz im Rücken und tiefere Revers. Solche Mantelformen stehen fast jeder Frau, da eckige, leicht unterpolsterte Schultern immer eine gute optische Balance zu den Hüften ergeben, während Raglanärmel oft eine nur leicht abfallende Schulterlinie ungünstig betonen. Nicht ganz unproblematisch ist auch der Redingote, ursprünglich ein englischer Herren-Reitmantel, der immer wieder mal in den Kollektionen auftaucht. Er
wird ein- oder zweireihig geknöpft und ist stark tailliert mit weitem, glockigem Schoß. Ein Mantel sollte zwar gut wärmen, dabei aber nicht schwer auf den Schultern lasten, wie das zum Beispiel bei Tweed gern der Fall ist. Optimal für die kältere Jahreszeit sind Wolle und Kaschmir oder Gemische aus beiden. Im sportlichen Bereich gewinnen Chemiefasern immer mehr an Terrain, weil sie eine optische Thermo-Isolierung gewährleisten und den Feuchtigkeitstransport regulieren.