Federn als Hutschmuck – Straussenfedern

Geschmeidigkeit, Glanz, Farbenpracht und Auffälligkeit machten Federn zu einem der beliebtesten Aufputzmittel modischer Accessoires. Feder schmückten Hüte, Fächer, Boas und Schirme und ergeben zu sammengefasst in einem Bouquet, eine Kunstblume.

Federn riefen in allen Kulturen die Assoziation von Fliegen hervor. Sie waren ein vielsagendes Attribut von Göttern, denn Federn symbolisieren Souveränität, Wahrheit und Schwerelosigkeit. Der Adlerfederschmuck der Indianer stellt den grossen Geist, den Donnervogel, wie auch die Strahlen des Lichtes dar. Im Chrsitentum stehen Federn für Kontemplation und Glaube.

Zu Beginn des Jahrhunderts waren geküpfte oder gekräuselte Straußenfedern, sogenannte Pleureusen, neben ganzen Federbälgen als Hutschmuck sehr beliebt. In Mode kamen Boas, Stolen und Jäckchen aus den flaumigen Steißfedern des Marabus. Seit einiger Zeit – sieht man von den preisgünstigen Federboas zu Faschingskostümen ab – schmückt der Grossteil farbenprächtiger Riesenfedern Tanzgirls in Revuetheatern. Allein für eine Revue des Pariser Lido werden 50000 Federn verarbeitet.