Jugendmode und Teenagermode

Die Jugendmode und Teenagermode muss differenziert behandelt werden. Die Identifikation des Teenagers mit den Normen seiner Bezugsgruppe wird durch die in der Pubertät verrückt spielenden Hormone noch verstärkt. Für die elterliche Erziehungspolitik gilt nun vor allem die Devise: Hände weg vom Kleiderschrank der Jugend! Diese wissen inzwischen nämlich selbst am allerbesten, welche Kleidung gerade angesagt ist. Solange die Jugendlichen nicht aufgrund ihres Aufzugs wegen Landstreicherei verhaftet werden, sollten sie anziehen dürfen, was ihnen gefällt Die modepsychologische Grenze zwischen Kind und Teenager wird ihr zufolge in der sechsten Klasse überschritten, wenn geschlechtsspezifisches Verhalten platonische Freundschaften abrupt verändert.

An diesem Wendepunkt in der Entwicklung können Sticheleien über Äusserlichkeiten grausam sein. Ein gelegentlicher Rat von elterlicher Seite kann dem Teenager helfen, einer seinem Alter entsprechenden Jugendmode zu finden. Man kann dem heranwachsenden Sohn ein Gefühl für Qualität und Angemessenheit vermitteln, indem man ihm einem Blazer kauft, den er in seiner Freizeit ebensogut tragen kann wie zu förmlichen Anlässen. Ein mit Baumwollhosen kombinierter Blazer sieht an ihm besser aus und ist bequemer als der steife Anzug eines Erwachsenen.