Levi Strauss Jeans

Er nährte sich redlich, ging kaum Experimente ein und häufte die Taler, die inzwischen Dollar waren. So wie sich’s für einen soliden mittelständischen Frankenbürger gehört. Als Levi Strauss anno 1902 das Zeitliche segnete, hatte sein Betrieb ganze vierzig Mitarbeiter.
1980 waren es tausendmal soviel. Dann ging’s zwar wieder bergab, weil’s mit dem Jeans-Verkauf in der ersten Hälfte der achtziger Jahre arg haperte, aber 1986 leuchtete dafür wieder die Sonne, und man verzeichnete das beste Jahr in der Geschichte des Jeans-Giganten. In schlichten Zahlen ausgedrückt: 33050 Mitarbeiter erwirtschafteten einen Umsatz von rund sechs Milliarden Dollar. Ungefähr 30 Millionen Damenjeans und Herrenjeans wurden verkauft. Den größten Reibach dabei machte natürlich die Company in San Francisco oder in den Onlineshops.

Man residiert übrigens immer noch in derselben Straße wie vor 130 Jahren, nur die Büros sind größer und moderner geworden. 53 Prozent des gesamten Umsatzes wurden von der Jeans Company in den USA gemacht, aber auch Levi Strauss International hielt gut mit und trug immerhin ein Viertel des Umsatzes heran. Den Rest brachten Levi Strauss Sportswear und andere Firmen des Konzerns ein. Paradepferd der Firma blieb seit jenem denkwürdigen Tag des Jahres 1853 die Ur-Jeans, die legendäre 501. In 134 Jahren wurde ihr Design kaum verändert, eine 501 sieht heute praktisch noch genauso aus wie vor hundert Jahren. Zum Beispiel das Muster auf den Gesäßtaschen.