Mode Berlin – Fashion Week geht zu Ende, Blick auf die glamouröse Vergangenheit

Für eine Nacht könnte Berlin sicher behaupten das Zentrum der Modewelt zu sein. Es war nur das einzige Mal, dass die Stadt, eine aufstrebende Mode-Drehscheibe, einen solchen Titel für sich beansprucht. Mode made in Berlin ist wieder aufertanden.

Am Sonntag endete die Berlin Fashion Week, in Form einer Verleihung eines neuen Mode-Preises gesponsert von der deutschen Ausgabe der Zeitschrift Elle und Mercedes-Benz. Die Veranstaltung war ganz bewusst nach Berlin gebracht, in die Hauptstadt von Deutschland.

“Deutschland braucht eine Mode-Hauptstadt”, sagte man auf der Preisverleihung.

Das deutsche Supermodel Claudia Schiffer hat den Hauptpreis an die Spitze der deutschen Designers Karl Lagerfeld am Samstagabend überreicht. Es war leicht vorstellbar, dass Berlin zu diesem Punkt beim Publikum angekommen ist. Man muss bedenken, dass die deutsche Ausgabe der Elle ihren Sitz in München hat, Herr Lagerfeld in Paris arbeitet und die Frau Schiffer in England lebt.

Die Stadt hat eine paradoxe Situation seit der Wiedervereinigung, ist nicht nur bekannt für ihre kreative Energie, sondern auch wegen der hohen Verschuldung und Arbeitslosigkeit. Berlin hofft, dass kreative Branchen wie Mode könnte die Lösung für die chronischen Probleme in der Wirtschaft sein.

“Berlin hat keine kommerzielle Dimension”, sagte Thomas Rasch, der Direktor des Verbandes Deutscher Mode, “Das Geschäft wird in Düsseldorf gemacht.”

Berlin war ein florierendes Zentrum von Industrie, Handel und Mode vor dem Zweiten Weltkrieg. “In den 20er Jahre hat Berlin eine führende Rolle auf dem deutschen Modemarkt gespielt”, sagte Herr Lagerfeld nach Erhalt der Auszeichnung, und fügte hinzu, dass er an einem Buch über die Zeit arbeitet.