Modekonzern Escada bekommt einen neuen Gesellschafter

Der Tchibo-Eigner Michael Herz ist beim Modekonzern Escada eingestiegen. Tchibo hat in den vergangenen Wochen über mehrere Gesellschaften Anteile von insgesamt zwölf Prozent an dem S-Dax Konzern gekauft.

Den Vorstandsvorsitz solle der Ex-Hugo-Boss-Chef Bruno Sälzer übernehmen. Sälzer solle sich auch bereits am Konzern beteiligt haben. Der amtierende Escada-Chef Jean-Marc Loubier solle den Konzern verlassen. Ihren Posten räumen soll auch Beate Rapp. Die Verantwortung für Produktion und Logistik im Vorstand soll Werner Lackas übernehmen.

Escada, 1976 gegründet und einst der größte deutsche börsennotierte Damenmodekonzern, steckt seit Jahren in der Krise und ist ein Sanierungsfall. ESCADA ist ein international tätiger Luxusmodekonzern für Designer-Damenmode. Seit der Gründung des Unternehmens im Jahre 1976 durch Margaretha und Wolfgang Ley wurde die internationale Präsenz der Marke stetig ausgebaut. Heute verfügt die ESCADA-Group weltweit über 194 eigene Shops und 226 Franchise Shops/Corners in rund 60 Ländern.

Unter der Marke ESCADA wird Designer-Damenmode (ESCADA Main Line und ESCADA Sport) für den Tag, Abend, Business, Freizeit, Wellness und spezielle Anlässe sowie Couture produziert und vertrieben. Das Modeangebot wird ergänzt durch Accessoires wie Taschen und Schuhe. Von Lizenzpartnern werden unter der Marke ESCADA zusätzlich noch Parfum, Brillen und Kindermode angeboten.

Die Escada-Aktie hat seit Sommer 2018 rund drei Viertel an Wert verloren. Das Geschäftsjahr 2018/07 endete bei rückläufigen Umsätzen von 686 Millionen Euro mit einem Verlust von 27 Millionen Euro. Anfang April schockierte eine Gewinnwarnung für das laufende Jahr erneut die Märkte.