|
Die Revolution der Sportmode durch neue Textilien hat die Grenze zwischen Sport-und Alltagskleidung ein für allemal verwischt, und das mit gutem Grund. Aktivmode leistet gute Dienste: Sie hält trocken und warm oder kühl und gibt Bewegungsfreiheit, wie das bisher keine Kleidung leistete. Kleider, die von Astronauten, Athleten oder Forschungsreisenden getragen werden, sind bis ins Detail funktional. An den Komfort dieser Kleider gewöhnt man sich so schnell wie an ein T-Shirt. Im Straßenbild der Städte macht sich der Einfluß der Aktivmode durch die Farbtupfer der Schlechtwetterkleidung bemerkbar; häufig wird auch ein Kleidungsstück für Hochleistungssportler in die sportliche Alltagsgarderobe integriert, etwa ein Top aus Synchilla-Polyester, kurze Radlerhosen oder Laufschuhe. Solche Artikel stillen das Bedürfnis nach körperlicher und geistiger Freiheit. Je komplexer das Leben wird, desto mehr sehnt der Mensch sich nach dem Abenteuer der Wildnis, auch wenn er es nur vom Sportmoden-Katalog kennt. In der Sport- und Kindermode ist Bequemlichkeit und Funktionalität besonders wichtig. Funktionskleider wie Tweed Blazer und Sakko, Nylonjacke, Lederblouson und Baseballjacke erfüllen jeweils ihre Zwecke. Sportkleidung ist ein Sammelbegriff für Kleidung, die sowohl den speziellen als auch den allgemeinen AnfoOrderungen unterschiedlicher Sportarten in bezug auf Zweckmäßigkeit, und Kleidungshygiene entspricht. Dazu gehören z. B. Wanderschuhe mit griffsicheren Sohlen, wasserdichte Segeljacken, Fuß.. ballstutzen und Schwimmanzüge, darüber hinaus Baumwolljerseys Trainingsanzüge, Leichtanoraks, Turnhosen u. ä. In den letzten Jahren hat die Sportkleidung die Mode wesentlich beeinflußt. Den sportlichen Stil bestimmen praktische Stoffe, Z.B. strapazierfahige, luftige oder wärmende Gewebe und Gestricke, und bequeme Schnitte, die aus Sport- und Arbeitsbekleidung sowie , aus Uniformen entwickelt wurden. Wichtige Details sind Kapuzen, aufrollbare Ärmel zum Festknöpfen, viele Taschen, praktische Verschlüsse, Schulterklappen usw. Woll- und Schirmmützen, weiche, flache Schuhe, derbe Strümpfe bilden modisches Beiwerk. Der Uniform- oder Militärstil leitet sich von der zweckmäßigen Kleidung der Armeeangehörigen ab. Derbe Tuche, Baumwollen, Leder und Lederimitat werden zu Jacken (Pilotenjacke), Mänteln, aber auch zu Blusen und Hemden verarbeitet, die mit vielen Taschen, Achselklappen und Metallknöpfen ausgestattet sind. Der Safaristil ist von den luftigen, hellfarbenen Tropenuniformen abgeleitet. Der Jeansstil gilt für Kleidung, die im Material oder im Schnitt der Original-Jeans gearbeitet oder mit entsprechenden Details (Kappnähte, Spezialknöpfe, Bananentaschen) versehen ist. Die Bezeichnung wird aber auch angewendet auf Komplettierungsteile zu Original- Jeans, z. B. T-Shirts, Jacken, einfach oder aufwendig gestaltete Hemden und Blusen, Schuhe, Taschen usw. |