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Extravagante Mode
Glücksritter, Emporkömmlinge und Stutzer entwickelten eine besonders extravagante Mode, die sich durch Extravaganzen und durch geschmacklose Übertreibungen auszeichnete. Man möchte sich soldatisch gebärden, ohne es wirklich zu sein. Aus Wams und Koller wurde ein rockartiges Kleidungsstück. Die Beinkleider verengten sich und fielen bis auf die Knöchel herab. Zwischen Ober- und Beinkleid quoll das Hemd hervor. Es sah aus, als ob die Herren ihre Hosen verlieren würden. Dieses Hemd entwickelte sich zu einem wichtigen Kleidungsstück und wurde reichlich mit Spitzen besetzt. Karl I. von England kaufte einmal für 12 Hemden 1000 Meter Spitze als Garnitur. Mit Spitzenkragen und Manschetten wurde großer Aufwand getrieben. Auch die Knie wurden mit Spitzenmanschetten versehen, den Canons. Mancher Kavalier trug Kragen, Manschetten und Canons aus Spitzen im Werte von 10 000 Talern und mehr. Jedes Gewandstück schmückte man mit bunten Bändern, so die Jäckchen, die Taille und die Hosen. Der große Designer spottete: Sie haben so viel Band um sich, als hätten sie sechs Läden ausgekauft und zwanzig Maibäume geplündert.
 
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